Investmentfonds
Sparen Sie beim Fondskauf! Investmentfonds werden durch eine Kapitalanlagegesellschaft aufgelegt, sie
stellen ein Sondervermögen von Anlegern dar, das in bestimmte Anlagebereiche investiert wird. Die Anlagebereiche
sind häufig thematisch strukturiert, nach Aktien, Rohstoffen oder Anleihen, nach bestimmten Themen (Industrie,
Banken, Umwelt) oder nach Regionen. Es gibt grundsätzlich offene und geschlossene Investmentfonds.
Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Investmentfonds
Vom Grundsatz her können Anteile an offenen Fonds permanent gehandelt werden, während der geschlossene Fonds
nach der Zeichnungsphase nicht mehr gehandelt werden soll. Der Unterschied wurde in früheren Jahren aus
Gründen der Anlagepolitik hergestellt, der geschlossene Fonds investiert in ein in sich abgeschlossenes Projekt,
zum Beispiel eine Immobilie oder ein Schiff, und schüttet nach Jahren die Anteile sowie alljährlich Dividende
aus, wenn das so vereinbart ist. Auch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten machten für viele Anleger
geschlossene Fonds interessant, wenn sie beispielsweise in Jahren hoher Gewinne in den Fonds investierten, diese
Investition steuerlich geltend machten und gleichzeitig ein Stück Altersvorsorge betrieben. Inzwischen hat sich
jedoch ein grauer Kapitalmarkt gebildet, auf dem auch Anteile an geschlossenen Fonds gehandelt werden. Die steuerlichen
Abschreibungsmöglichkeiten wiederum wurden in Deutschland teilweise reduziert. Da geschlossene Fonds auch für
Kommanditgesellschaften aufgelegt werden, finden sich teilweise andere rechtliche Grundlagen nach dem Handelsrecht,
während offene Fonds dem Investmentgesetz und damit der Aufsicht der BaFin unterliegen. Manche Anleger finden
allerdings geschlossene Fonds gerade wegen der fehlenden BaFin-Aufsicht interessant.
Anlagepolitik von Investmentfonds
Investmentfonds legen dort an, wo langfristige Renditen zu erwarten sind. Da sie diversifizieren, erwirtschaften gut
gemanagte Fonds durchaus beachtliche Gewinne und können als Sparanlage geeignet sein. Es ist allerdings immer zu
beachten, dass börsennotierte Anlagen den Marktschwankungen unterliegen und Verluste entstehen können.
Versicherer bieten Fondspolicen an, bei denen ein Teil der Gelder in Investmentsfonds gesteckt wird, sie begrenzen dann
zum Beispiel den Anlageverlust auf 20 Prozent des eingesetzten Kapitals - sollte der Fonds mehr verlieren (der
Nominalwert seit Anlage unter 80 Prozent sinken), wird verkauft. Bei Gewinnen wird diese Verlustschwelle
alljährlich angehoben. Das ist für Kleinsparer ein sehr sinnvolles Modell, denn die Gewinne können bei
einzelnen Fonds im zwei- oder gar dreistelligen jährlichen Prozentbereich liegen. Der Anleger kann sich
entscheiden, in welche Fonds er investiert, das heißt, welche Themen er selbst präferiert.